Radreise: Von Köln bis nach Zeeland auf der LF13b

Mit dem Bike nach Holland radeln – kann das gut gehen?

Mann in den Dünen auf einem Giant Explore

Eine Radreise der besonderen Art: Köln, die pulsierende Metropole am Rhein, und Zoutelande, das malerische Küstendorf in den Niederlanden, trennen mehr als 300 Kilometer. Eine solche Strecke mit dem Bike zu bewältigen macht Spaß und ist ein Abenteuer der besonderen Art. Von den belebten Straßen der Großstadt über die idyllischen Landschaften Nordrhein-Westfalens bis hin zu den weitläufigen Stränden Zeelands. Die “Landelijke Fietsroutes“, auch LF-Routen genannt, bilden ein landesweites Radwegenetz in den Niederlanden und bieten spannende Abenteuer für abenteuerlustige e-Bike Fans und Radler:innen.

Urlaubsradler Andreas hat diese Herausforderung angenommen und unvergessliche Tage voller landschaftlicher Vielfalt und persönlicher Herausforderungen erlebt. Mit uns teilt er die schönsten Momente und erzählt, wie es ihm während seiner Reise auf der LF13b ergangen ist.

Zu viel Gepäck: Ein holpriger Start der Radreise?

Seit Kindheitstagen ist das liebste Urlaubsziel meiner Frau das Küstenörtchen Zoutelande im Süden der Niederland auf der Halbinsel Walcheren. Damit war das Ziel unseres nächsten Sommerurlaubs auch schon gefunden, bevor die Suche überhaupt losging.
Aber anstatt wie üblich die Autobahn in Richtung Aachen, Antwerpen und Middelburg zu nehmen und im Stau zu versuchen, das Urlaubsgefühl am Leben zu erhalten, packten wir unsere zwei Bikes! Denn ab Venlo beginnt die Landelijke Fietsroute 13b und verläuft von Venlo 285 Kilometer bis nach Middelburg – kurz vor Zoutelande. Von Köln bis Zoutelande kommen so rund 390 Kilometer zusammen.

Mitgenommen wurde nur das Nötigste und das waren Fahrradtaschen, ein leichtes Zelt, Schlafsäcke, ein Mini-Camping-Kocher, Flickzeug für die Räder und etwas bequeme Kleidung. Erste Erkenntnis: Auch das Nötigste hat schon einiges an Gewicht.

Daher mein Tipp: Achte beim Packen dringend auf die maximale Zuladung beim e-Bike und mache am besten vorher einmal eine Probefahrt mit dem voll beladenen Bike, damit du ein Gefühl für das neue Fahrverhalten bekommst.

Genau das haben wir nämlich nicht getan und hatten auf den ersten Kilometern schwer mit dem Gleichgewicht zu kämpfen. Allerdings haben wir uns dann aber auch recht schnell an das zusätzliche Gewicht am Bike gewöhnt.

Schilder FF13b Richtung Holland

Von Köln nach Venlo – Die erste Strecke abseits der LF13b

Da die LF13b erst in Venlo offiziell startet, haben wir uns die kürzeste Route von Köln über Mönchengladbach (mit Zwischenstopp bei Verwandten) nach Venlo ausgesucht.

Und so viel sei schon einmal gesagt: Die kürzeste Route ist nicht immer die beste. Ein gut ausgebautes Streckennetz mit entsprechender Beschilderung ist wirklich Gold wert.

Immer entlang der Hauptstraße und ohne gute Beschilderung war die erste Etappe unserer Radreise eher Pflicht als Kür. Wir haben versucht, uns an bestehenden Radrouten zu orientieren, wo es sie denn gab. Leider führte das dazu, dass wir uns prompt kurz vor der Grenze gründlich verfahren haben und etliche Kilometer Umweg fahren mussten. Es fehlte an der entscheidenden Stelle nämlich schlichtweg das Schild, das uns auf den richtigen Radweg schicken sollte.

Erfolgserlebnis an der holländischen Grenze

Direkt hinter der holländischen Grenze war ein Verfahren nicht mehr möglich. Die LF13b ist perfekt ausgeschildert und führt nun endlich abseits von Hauptstraßen auf wunderschönen Radwegen in Richtung Venlo. Tatsächlich wurde es dann doch wieder schnell urban, da wir einmal durch Venlo fuhren, aber die Radinfrastruktur dort ist ein wahrgewordener Traum!

Die erste Campingnacht verbrachten wir auf einem Minicamping-Platz direkt hinter Venlo im Grünen. Schon dort fiel uns auf, dass es praktisch überall Möglichkeiten gibt, sein e-Bike zu laden. Perfekt!

Am nächsten Morgen unserer Radreise ging es dann gut erholt durchs Grüne bis kurz vor Eindhoven. Die Strecke bis dorthin war toll und verging wie im Flug. Wir hatten gegen Mittag die Wahl, entweder noch vor Eindhoven einen Campingplatz zu suchen, oder aber die Strecke weiterzufahren und dann hinter Eindhoven zu campieren, denn zwischendrin gab es nichts.
Wir entschieden uns für Option zwei und hatten so eine tolle Etappe von knapp über 90 Kilometern bei traumhaftem Wetter und schönen Strecken durch Wälder, über Felder und entlang von Kanälen.

Fahrradfreundliche Pension

Von Eindhoven ging es nun in Richtung Breda. Da es heftige Gewitter gab, haben wir spontan eine Übernachtung in einer kleinen Pension gebucht. Auch dort war man komplett auf Radtouristen eingestellt und so konnten unsere Bikes samt Gepäck sicher und trocken im Hinterzimmer abgestellt werden.
Trocken ging es weiter von Breda in Richtung Bergen op Zoom, durch Naturschutzgebiete und Pinienwälder, bei denen man sich wirklich fragte, ob man noch in Holland oder schon im Süden Frankreichs ist. Hinter Bergen op Zoom schnuppern wir die erste Meeresluft, denn nach dem Überqueren des Rhein-Schelde-Kanals verläuft der Fahrradweg direkt hinter dem Deich der Westerschelde und damit der Nordsee.

Nach einer Nacht auf dem Bauernhof-Camping in Rilland stand die letzte Etappe in Richtung Middelburg und schließlich Zoutelande bevor.
Wieder eine tolle Strecke entlang der Deiche und Obstfelder, vorbei an tollen kleinen Orten und vielen radfreundlichen Einkehrmöglichkeiten. Kurz vor Middelburg verließen wir dann die LF13b, um auf kürzestem Wege in Richtung Zoutelande zu fahren.

Andreas in Holland

Das Fazit zur Radreise nach Zoutelande

Diese Radreise hat mir das Land und seine Leute so viel näher gebracht, als die unzähligen Reisen nur an einen Küstenort. Die vielen weiteren Vorteile liegen für mich klar auf der Hand:

  • Man sieht kleine tolle Örtchen, an denen man ansonsten auf der Autobahn vorbeirasen würde.
  • Man entdeckt Landschaften, die man so in den Niederlanden nicht vermutet hätte.
  • Man kommt mit sehr vielen Menschen ins Gespräch (wenn man denn möchte), weil viele Leute auf dem Weg daran interessiert sind, wie das mit dem Bikepacking so funktioniert.

Gerade die Niederlande bieten für Radtouristen und auch Bikepacking-Einsteiger die perfekten Bedingungen, um diese Art des Reisens zu testen.

Du möchtest ebenfalls mit deinem Bike auf Reisen gehen und willst es Andreas gleichtun? Dann finde das perfekt passende e-Bike für deine Abenteuer und lass dich bei deinem e-Bike Experten vor Ort ausführlich zu den verschiedenen Möglichkeiten und e-Bike Modellen beraten. Natürlich kannst du auch direkt eine Probefahrt machen und deine Fragen zum Bikepacking direkt vor Ort loswerden.



Redaktion

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