Testbericht Cannondale Adventure Neo 1 EQ

Abenteuer erleben mit dem neuen SUV e-Bike

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Das war mal wirklich eine große Überraschung für mich, ich darf das neue Cannondale Adventure Neo 1 EQ testen! Auch für mich, als tägliche e-Bike Fahrerin eine Ehre aber auch eine Herausforderung. Erst recht weil ich standardmäßig von einem Riese & Müller Cruiser Urban komme. Wie ist es dann wohl, einen ganz anderen e-Bike Typ zu fahren?

Ein wahrer Allrounder

Ich wurde nicht enttäuscht. Schon beim ersten Aufsteigen auf das gerade fertig montierte Bike kam bei mir die Vorfreude auf die kommenden Fahrten auf. So sehr hat mich meine erste kurze Fahrt, der noch viele folgten, angefixt.
Das Cannondale Adventure Neo 1 EQ präsentiert sich auf den ersten Blick als hochwertiges Allround-Wunder, das direkt zeigt, wohin die Reise gehen kann. Es schafft nämlich den Spagat zwischen Trekking– und Citybike mit einem Hauch von Offroad-Feeling. Die dunkelgrüne Färbung des Rahmens sorgt gepaart mit dem braunen Sattel und Lenkergriffen für ein elegantes Aussehen.
Federungen und Breitreifen machen das Bike fit für den Outdoor-Einsatz. Schutzbleche, Gepäckträger und eine helle Beleuchtungsanlage unterstreichen seine Tauglichkeit für den täglichen Weg zur Arbeit und zum Einkaufen.

Zwei Welten vereint


Ich cruise normalerweise entspannt mit meinem Bike im urbanen Gebiet, jetzt zeigte mir dieses Bike, wie man das beste aus zwei Welten vereint. Der tiefe Einstieg war im ersten Moment gewöhnungsbedürftig, da ich normalerweise auf einem klassischen Herrenrad unterwegs bin. Aber daran habe ich mich schnell gewöhnt und es als sehr angenehm und nicht im geringsten Altbacken empfunden. Die eher sportliche Fahrhaltung, auf der man aber nicht allzu weit nach vorne gebeugt ist, und die wuchtigen Kenda Kwick Seven.5 Reifen mit 27.5 x 2.20” schreien förmlich danach aus dem urbanen Gelände auszubrechen. Dem habe ich natürlich nur zu gerne nachgegeben und ich wurde nicht enttäuscht.

Urban vs. rural

Auf asphaltierter Strecke überzeugt die angenehme ruhige Laufeigenschaft und der im Antritt starke Performance Line Cruise Bosch Motor. So kann ich bei meinem täglichem Pendeln schnell von der Ampel losfahren und erhalte auch ansonsten immer im richtigen Moment die richtige Unterstützung.


Auch ohne Motorunterstützung fahre ich unangestrengt, da der Motor entkoppelt wird und ich ohne Tretwiderstand fahre wie auf einem konventionellen Fahrrad. Natürlich mit einem gewissen Mehrgewicht, das so ein Bike nun mal mit sich bringt.

Starke Unterstützung

Steil bergauf nehme ich den Turbomodus zur Unterstützung, damit ich auch hier geschmeidig mein Ziel erreiche ohne nach der Arbeit noch ins Schwitzen zu geraten.
Die angestrebten 130 Kilometer Reichweite, die der Performance Line Speed Powertube 625 Wh Akku bietet, schwinden hierbei natürlich, genauso wie bei dem Einsatz im Gelände mit schweren Böden. Dafür ist der Akku aber schnell wieder geladen und einsatzbereit. Hierfür kann er entweder direkt am Bike geladen werden oder unkompliziert zum Laden entnommen werden. Das ist insbesondere ein Vorteil für Fahrer, die ihren Akku in der Wohnung laden möchten.

Ein Plus an Sicherheit

Als eine kleines, feines Gimmick empfand ich den standardmäßig verbauten Garmin Varia Radar. Der intelligente Sensor am Heck erkennt von hinten heranfahrende Autos. Die Entfernung des Fahrzeugs spiegelt sich durch LED Punkte auf der Displayeinheit in unterschiedlichen Positionen und Farben wider. Je näher das Auto kommt, desto näher kommt auch das LED-Licht auf der Displayeinheit dem Bezugspunkt und ändert seine Farbe von grün zu gelb und rot.
Gerade auf meinen städtischen Fahrten zeigte der Radar präzise jedes heranrauschende Auto an – sogar bei extrem breiten Randstreifen zwischen mir und den Autos. Schulterblicke werden bei mir dadurch trotzdem nicht der Vergangenheit angehören. Aber Autos auf dem kleinen LED-Display verdeutlicht zu bekommen, bevor ich sie überhaupt höre, ist ein nicht zu unterschätzender Sicherheitsaspekt, den ich sicherlich missen werde.

Sportlich unterwegs

Die versteckte Sportskanone zeigt sich aber erst so richtig im Gelände, denn hier lebt sich das SUV Bike voll aus. Die sportliche Sitzposition, die Vorderrad Dämpfung und die Federung in der Sattelstütze ergeben zusammen ein bequemes und unangestrengtes Fahrgefühl über Stock und Stein. Hier zeigt auch die Bereifung, was in ihr steckt. Sie bietet mir ein sicheres Gefühl mit viel Grip auf den unterschiedlichsten weichen oder schotterigen Untergründen.
Etwas irritierend dabei ist nur das ungewohnt laute Geräusch der aufspritzenden Steinchen gegen die Metall Schutzbleche. Diese verdeutlichen nochmal die Wertigkeit des Bike bis ins kleinste Detail, leiden aber sicherlich als erstes optisch unter dem Einsatz im Gelände.

Fazit

Ein unerschrockenes Bike, das keinerlei Angst vor Herausforderungen hat. Souverän und bissig setzt es sich mit jeder sich bietenden Situation auseinander und nimmt mir den Druck in meinem e-Bike Fuhrpark spezielle Bikes für spezielle Situationen zu halten. Einfach ein Allround-Wunder!
Eindeutig ersetzt es kein e-Mountainbike, das ist aber auch nicht das Ziel dieses schicken e-Bikes. Vielmehr möchten die Bikes der Adventure Neo Modellreihe von Cannondale ihre Fahrer dazu einladen jederzeit von seiner ursprünglichen Strecke abzuweichen, um neue ausgefallene Wege zu erkunden.

Sandra

Sandra

...cruist jeden Morgen mit ihrem e-Bike zur Arbeit.
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