Die Qual der Wahl

Welches e-Bike ist das beste?

Eine Frau fotografiert zwei Cannondale Tesoro Neo X Modelle

Zuletzt aktualisiert am 3. Januar 2024

Die Frage, welches das beste e-Bike 2023 ist, wird häufig gestellt. Aber eine Antwort auf diese Frage ist nicht so leicht zu finden. Denn die Frage sollte eher lauten: Welches e-Bike ist das beste für dich? Für jeden Fahrradtypen und jeden Einsatzzweck sind schließlich ganz verschiedene Aspekte wichtig – und die Auswahl ist riesig. Mach dir Gedanken darüber, was du möchtest und lass dich am besten zusätzlich beraten. Denn erst wenn du deine eigenen Bedürfnisse kennst, kannst du dich auf die Suche nach dem für dich besten e-Bike machen. 

Was ist der Unterschied zwischen einem e-Bike und einem Pedelec?

Zu den Basics: Die am meisten genutzten Elektrofahrräder sind Pedelecs. Hierbei wirst du beim Pedalieren in unterschiedlichen, von dir einstellbaren Stufen unterstützt. Trittst du nicht in die Pedale, arbeitet der Motor ebenfalls nicht. Gesetzlich zugelassen ist eine maximale Unterstützung 25 Kilometern pro Stunde und eine Motorleistung von höchstens 250 Watt. So gehören Pedelecs rechtlich gesehen zu den herkömmlichen Fahrrädern. E-Bikes hingegen fahren auf Knopfdruck und ohne deine Tretkraft und sind ab einer Geschwindkeit von 6 km/h zulassungspflichtig.

Im deutschen Sprachgebrauch wird das Pedelec aber häufig als e-Bike bezeichnet, weshalb sich der Begriff e-Bike übergeordnet auch bei Pedelecs etabliert hat.

Welcher e-Bike Typ bist du?

Um herauszufinden, welcher e-Bike Typ du bist stellen sich folgende Fragen: Wo willst du fahren und wie willst du fahren? In der Stadt oder im Gelände, schnell oder doch eher gemütlich?

City e-Bike und Komfort e-Bike

Du bist auf der Suche nach einem e-Bike, mit dem du deine täglichen Wege in der Stadt bestreiten kannst? Für den Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen sind City e-Bikes oder Komfort e-Bikes die ideale Wahl. Auf diesen zuverlässigen Modellen sitzt du aufrecht und entspannt und alle Komponenten sind auf ein möglichst komfortables Fahrgefühl ausgerichtet. Zumeist sind die Rahmen mit einem tiefen Einstieg versehen, sodass das Ein- und Aussteigen besonders einfach ist. Wenn du gerne auch in der Stadt etwas sportlicher fährst, gibt es auch da entsprechende Rahmenformen. Unabdingbar ist hier auch immer der Gepäckträger oder andere Transportmöglichkeiten.

Eine Frau fährt auf einem e-Bike der Marke QWIC

Trekking e-Bike und Touren e-Bike

Lange Touren auf unbefestigten Straßen, auf der Landstraße oder auch durch die Stadt sind mit dem Trekking oder Touren e-Bike kein Problem. Es wurde dafür konzipiert, dass du entspannt auch größere Distanzen bewältigen kannst. Komfort und starke Motoren sind hier eine Selbstverständlichkeit. Eine sportliche Sitzhaltung, damit du ordentlich in die Pedale treten kannst, eine gute Federung und ein steifer, robuster Rahmen gehören zum Trekking und Touren e-Bike dazu. Und ganz wichtig auch hier: Vielfältige Möglichkeiten zusätzliches Gepäck unterzubringen.

Eine Frau steht neben dem Tesoro Neo X von Cannondale

e-Mountainbike

Richtig sportlich unterwegs bist du mit einem e-Mountainbike. Steile Anstiege und rasante Abfahrten sind damit kein Problem. Dank langer Federwege, breiter Reifen und eines besonders steifen Rahmens, behältst du das e-Bike auch dann unter Kontrolle, wenn die Strecke herausfordernd wird. Die besonders wendigen e-MTBs sind zumeist mit einem Mittelmotor ausgestattet. So liegt der Schwerpunkt zentral und die Geometrie des Rahmens kann sehr nah an die von Mountainbikes ohne Motor herankommen. Hinzu kommen starke Bremsen, eine komfortable Federung und ausgefeilte Schaltsysteme. Ausgerüstet für die Straße sind e-Mountainbikes in der Regel jedoch nicht.

Focus Jam2 7.8 Testbericht

Falt e-Bikes und Kompakt e-Bikes

Du bist Pendler oder nimmst dein Bike gerne mit in den Urlaub? Klapp- und Kompakt e-Bikes sind – wie der Name schon verrät – zusammenklapp- oder faltbar. Diese platzsparenden e-Bike Modelle sind – außer natürlich im sportiven Bereich – super vielfältig einsetzbar. Du sitzt besonders bequem und die verschiedenen Komponenten lassen sich ganz einfach verstellen. So kannst du das e-Bike schnell auch an einen anderen Fahrer oder eine andere Fahrerin anpassen.

Ein Mann läuft mit einem zusammengeklappten Brompton P Line eine Bahnstation entlang

Lasten e-Bike

Eine echte Alternative zum Auto in der Stadt können e-Lastenfahrräder sein. Diese bieten mit einer Box viel Raum für Zuladung – sei es der Wocheneinkauf oder der Transport von Kind und Hund. Mit bis zu 250 Kilogramm zulässigem Gesamtgewicht punkten einige Modelle mit besonders hoher Zuladung. Dank starker Antriebe kommst du trotz der Last entspannt an dein Ziel. Vielfältiges Zubehör für Wind und Wetter, Kindersitze oder ähnliches, machen Lasten e-Bikes zur perfekten Familienkutsche.

Frau mit Kind im Lastenrad

XXL e-Bike

Wenn du besonders groß oder schwer bist oder viel Gepäck transportieren möchtest, gibt es spezielle Modelle, die auf viel Gewicht ausgelegt sind. Sogenannte XXL e-Bikes kommen auf ein zulässiges Gesamtgewicht von 150 Kilogramm. Der Rahmen wurde für diesen Einsatzzweck verstärkt, genauso wie Speichen, Laufräder und Federgabel. Auch besonders zuverlässige Bremsen sind hier ein Muss. Die Einsatzzwecke variieren hier vom City e-Bike bis zum Trekking e-Bike.

XXL e-Bike Fahrer greift nach der Satteltasche an seinem Raleigh Kent

Urban e-Bike

Urban e-Bikes sind nicht nur praktische Begleiter in der Stadt, sondern auch noch echte Hingucker. Im Retrostil, besonders schlicht und edel oder mit stylischen Accessoires – die Optik ist hier Trumpf. Da wird auch schonmal auf das ein oder andere praktische Detail wie Schutzbleche verzichtet.

Fahrerin auf dem Riese & Müller Urban e-Bike mit Trapezrahmen

Kinder- und Jugend e-Bikes

Natürlich gibt es auch für Kinder extra e-Bikes. Kinder haben oft noch nicht die Kraft und das Durchhaltevermögen für lange Touren. Mit Motorunterstützung sieht das jedoch ganz anders aus. Kraft- oder Konditionsunterschiede zwischen Erwachsenen und Kindern können so ganz leicht ausgeglichen werden. Die Motoren geben bei diesen Modellen eine Unterstützung bis 20 Kilometer pro Stunde.

Ein Junge und ein Mädchen fahren durch die Straßen

S-Pedelecs

Reichen dir 25 Kilometer pro Stunde nicht, solltest du dir einmal ein Speed-Pedelec anschauen. Diese Modelle unterstützen dich bis zu einer Geschwindigkeit von 45 Kilometern pro Stunde. So kommst du besonders flott durch den Straßenverkehr in der Stadt. Diese Modelle gehören offiziell zu den Kleinkrafträdern, sodass hier ein Führerschein der Klasse AM oder B nötig ist. Damit das S-Pedelec auch verkehrssicher ist, wird es mit entsprechend sicheren und robusten Komponenten ausgestattet. Helm und Kennzeichen sind hier Pflicht!

Fahrer macht ein Wheelie auf einem M1 S-Pedelec

SUV e-Bike

Du bist auf der Suche nach einem echten Allround-Talent? SUV e-Bikes sind bekannt als Crossover e-Bikes. Sie vereinen Eigenschaften von Trekking, Mountain und City e-Bike mit höchstem Komfort. Mit diesen Modellen kannst du also besonders vielseitig unterwegs sein: In der Stadt wie im Gelände. Zur Grundausstattung gehören beispielsweise eine gute Beleuchtung, ein kräftiger Motor und ein reichweitenstarker Akku, breite Reifen und Gepäckmöglichkeiten.

Testfahrer Christof neben dem Hercules NOS SUV2.2

Gravel e-Bike

Du suchst ein Rennrad für die Schotterpiste? Ein Gravel e-Bike kann da Abhilfe schaffen. Dank breiterer Reifen und Scheibenbremsen bist du hier auf unbefestigten Wegen trotzdem schnell und sicher unterwegs. Wenn es mal steiler wird, hilft ein starker Motor und für eine Reise bieten Gravel e-Bikes viele Möglichkeiten zur Gepäckzuladung.

Gravel e-Bike Fahrerin auf einer Heide

Die Rahmenform

Die Frage nach der Rahmenform ist nicht zu vernachlässigen. Denn je nach Einsatzzweck variieren diese. Zunächst einmal ist der Rahmen immer das Gerüst des e-Bikes, das alles zusammenhält. Ein guter Rahmen muss vor allem stabil und zuverlässig sein. Unterschieden wird in die Kategorien Komfortrahmen, Diamantrahmen, Trapezrahmen und Klapp- oder Kompaktrahmen. Jede dieser Rahmenformen hat spezielle Eigenschaften – vor allem ihre Stabilität und den Komfort betreffend. So sind beispielsweise im Gelände deutlich höhere Stabilitätswerte nötig als in der Stadt. Beim Komfort unterscheiden sich die Rahmen vor allem in der Sitzhaltung und Sitzposition. Beim Komfort e-Bike für die Stadt sitzt du eher aufrecht und gerade, beim e-Mountainbike oder Gravel e-Bike eher sportlich nach vorne gebeugt.

Die Schaltung

Die Wahl der Schaltung hängt davon ab, welcher e-Bike Typ für dich der richtige ist. Ketten- und Nabenschaltungen sind bei e-Bikes Standard. Inzwischen gibt es aber auch elektronische Schaltsysteme und Automatikschaltungen, die besonders effizient arbeiten.

Welches das beste e-Bike ist, kann man pauschal also nicht sagen. Für dich muss es darum gehen, das für dich passende e-Bike zu finden. Mach dir also Gedanken darüber, was du dir von deinem e-Bike wünschst, lass dich beraten – und schwing dich dann in den Sattel für eine Probefahrt!

Redaktion

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