Kein Stress mehr dank Schiebehilfe

Die Schiebehilfe hilft dir beim Manövrieren mit voller Beladung oder auf kniffligen Strecken

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Voraussichtliche Lesedauer: 5 Minuten

Sie ist ein Helfer in schwierigen Situationen, wird allerdings oft noch belächelt: Die Rede ist von einer Schiebehilfe für e-Bikes. Immer mehr Hersteller integrieren Schiebehilfen in ihre Antriebssysteme und auch die Fahrer selbst wissen diese Form der “beiläufigen” Unterstützung immer mehr zu schätzen. Diese praktische Zusatzfunktion des Motors unterstützt den Fahrer beim Schieben seines e-Bikes. 

In diesem Blogbeitrag erfährst du, in welchen Situationen eine Schiebehilfe von besonderer Bedeutung sein kann und wie du sie richtig einsetzt.

So funktioniert die Schiebehilfe am e-Bike

Mit einer Maximalgeschwindigkeit von bis zu 6 km/h unterstützt dich die Schiebehilfe, ohne dass du eigene Tretleistung hinzugeben musst. Währenddessen läufst du bequem neben deinem e-Bike her und gibst lediglich die Richtung an. Missgeschicke sind quasi ausgeschlossen, weil die Hersteller eine kurze Verzögerung zwischen Tastendruck und dem Start der Anfahrhilfe einbauen.

In manchen Situationen, zum Beispiel bei längeren Rampen, musst du die Anfahrhilfe für eine bestimmte Zeit manuell aktiviert halten. Die nachfolgenden Faktoren helfen dir in solchen Situationen keinen Krampf in den Fingern zu riskieren:

  • Ergonomisch komfortabel: Die Bedientaste sollte leicht mit dem Daumen erreichbar sein.
  • Bei Blockaden auf dem Weg sollte die Schiebehilfe sich nicht sofort abschalten, sondern den letzten Schub über das Hindernis hinzugeben.
  • Leicht zu bedienen: Ist die Bedientaste nur mit hohem Kraftaufwand zu bedienen, ist der Umgang meist zu umständlich. 

Widersprüchliche Gesetze

Vor einigen Jahren galt ein normales Fahrrad mit Schiebehilfe noch als Leichtkraftfahrzeug beziehungsweise Mofa. e-Bikes mit oder ohne Anfahrhilfe waren nach der StVZO allerdings als Fahrrad eingestuft. Dank einer gesetzlichen Neuregelung ist seit 2013 glücklicherweise Schluss mit dieser Widersprüchlichkeit. Nach einer Entscheidung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung werden alle Pedelecs mit Schiebehilfe als gewöhnliche Fahrräder eingestuft.

Welche Motoren nutzen Schiebehilfen? 

Motoren von Bosch

Seit dem Modelljahr 2013 besitzen alle e-Bikes mit Bosch Antriebssystemen integrierte Schiebehilfen. Dabei passt sich die Geschwindigkeit automatisch dem ausgewählten Gang an. Die zweistufige Schiebehilfe ist derzeit noch eine Rarität und wird nur von Bosch und einigen wenigen Herstellern angeboten.

Beim Purion Display beispielsweise drückst du zuerst die “Walk-Taste” an der unteren Seite deines Displays. Halte anschließend sofort die “Plus-Taste” mehr als eine Sekunde gedrückt, um die Schiebehilfe zu aktivieren. Wenn du die Taste wieder loslässt, schaltet sich die Schiebehilfe sofort aus. Der Performance Line CX Antrieb unterstützt dich zusätzlich mit einem Neigungssensor: Dabei passt sich die Schiebehilfe automatische an die Steigung an.

Motoren von Shimano

Der Motoren-Hersteller Shimano bietet eine Schiebehilfe unter anderem mit dem E8000 beziehungsweise dem EP8 Antrieb an. Sie wird durch Drücken und Halten des unteren Knopfes auf dem Bedienelement aktiviert. Erscheint auf deinem Display nun “Schieben”, kannst du dies durch Drücken der unteren Taste bestätigen. Die Schiebehilfe wird durch Betätigen der oberen Taste wieder beendet.

Beim Shimano SC-E5000 Display drückst du so lange den unteren Pfeil, bis das Fuß-Symbol erscheint. Indem du dieselbe Taste gedrückt hältst, wird die Schiebehilfe schließlich aktiviert. Mit einem Klick auf die obere Taste kannst du die Schiebehilfe wieder ausschalten.

Shimano SC-E5000 Display

Motoren von Yamaha

Die Displays A oder C von Yamaha bieten beispielsweise einen Schiebehilfe-Schalter an. Der mit einem “Fußgänger-Symbol” gekennzeichnete Knopf muss gedrückt bleiben, um die Schiebehilfe aktiv zu halten. Sobald du in die Pedale trittst oder gleichzeitig eine andere Bedientaste drückst, deaktiviert sich die Schiebehilfe wieder.

Yamaha Schiebehilfe-Schalter

Lohnt sich eine Schiebehilfe?

Selbstverständlich benötigt nicht jeder e-Bike Fahrer eine Schiebehilfe. In bestimmten Situationen ist sie allerdings von großem Vorteil. Vor allem Lasten e-Bikes und Trekking e-Bikes bringen je nach Beladung deutlich mehr Gewicht auf die Waage als beispielsweise ein City e-Bike. Aber auch e-Mountainbikes sind schwerer als herkömmliche e-Bikes.

Vor allem beim Manövrieren eines voll beladenen Lasten e-Bikes in die Auffahrt oder beim Schieben auf Gehwegen leisten Schiebehilfen gute Arbeit. Auch im Geländeeinsatz von e-Mountainbikes sowie bei schwierigen Passagen sind sie ein echter Segen und ersparen einigen Ärger. Denn wer sich schon zu Fahrtbeginn mit Schieben abmüht, dem vergeht schnell der Spaß an der Weiterfahrt. Schiebehilfen entlasten dich und du kannst dich dem puren Fahrspaß widmen. Schwierige Anfahrten sind somit endlich passé.

Schiebehilfen erleichtern dir also das Handling deines e-Bikes ungemein. Die Vorteile einer Schiebehilfe überzeugen vor allem in folgenden Situationen.

  • Beim Manövrieren auf dem Gehweg und in Auffahrten
  • Beim Manövrieren von Kelleraufgängen oder Tiefgaragenauffahrten
  • Wenn du gerne schwieriges Gelände befährst
Frau schiebt Kinder in Urban Arrow Lasten e-Bike

Mit der richtigen Handhabung erleichtert dir eine Schiebehilfe am e-Bike die Weiterfahrt. Du bist oft mit schwerem Gepäck oder voller Beladung unterwegs, meisterst knifflige Touren oder musst dein e-Bike auf Gehwegen und Auffahrten manövrieren? Dann ist eine Schiebehilfe genau das richtige für dich! Bei einer Probefahrt bei deinem nächstgelegenen e-motion Händler kannst du die verschiedenen Varianten selbst testen, denn sehr viele Motoren namhafter Hersteller sind mittlerweile mit Schiebehilfen ausgestattet.

Lisa

Lisa

...fühlt sich in der e-MTB Welt Zuhause.
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