Sorgloser Fahrspaß dank ABS

Bremsassistenten für e-Bikes

e-Bike ABS (c)Bosch

Zuletzt aktualisiert am 3. Januar 2024

Voraussichtliche Lesedauer: 6 Minuten

Gute Bremsen sind einer der wichtigsten Bestandteile deines e-Bikes, um sicher unterwegs sein zu können. Daher sind Hersteller stetig darum bemüht, sie weiterzuentwickeln. Das Resultat der letzten Jahre: immer stärkere Bremsen. Hydraulische Scheibenbremsen sind in der Lage, extrem schnell zu reagieren, auch wenn du sehr schnell unterwegs bist. Damit das abrupte Bremsen in bestimmten – eventuell sogar Notsituationen – effizienter wird, bietet sich auch beim e-Bike ein ABS an.

ABS ist natürlich die Abkürzung für Antiblockiersystem und wahrscheinlich kennst du es sonst eher im Zusammenhang mit Autos. Das ging nach vielen Jahrzehnten der Entwicklung endgültig in den 90er Jahren in Serie. Heute ist es bei Autos und Motorrädern eine Selbstverständlichkeit, bei PKW sogar verpflichtend.

Das Antiblockiersystem verhindert – wie der Name ja schon verrät – das Blockieren der Räder bei sehr starkem Bremsen. Das sorgt dafür, dass der Bremsweg kürzer wird, du das Fahrzeug aber auch bei einer Vollbremsung noch steuern kannst. Das ABS beim e-Bike sorgt dafür, dass die Bremskraft automatisch angepasst wird. Raddrehzahlensensoren an beiden Rädern erkennen, sobald die Bremsen blockieren und die Software lässt das ABS entsprechend reagieren. Unfälle wie etwa Überschläge oder Stürze, weil der Untergrund für ein starkes Abbremsen beispielsweise zu rutschig war, können so vermieden werden.

Das e-Bike ABS von Bosch

Auch Bosch beschäftigt sich schon seit über 50 Jahren mit dem Antiblockiersystem. Für das e-Bike stellte der Hersteller das erste ABS-System, das in Serie ging, 2018 vor. Dies war mit 800 Gramm jedoch nicht besonders leicht und erforderte zudem ein großes Steuermodul unterhalb des Lenkers. Gerade beim e-Mountainbike möchte man natürlich aber gerne so wenig Gewicht wie möglich haben.

Inzwischen ist Bosch einen großen Schritt weiter: Das Steuermodul sitzt nun am linken Gabelholm und wiegt nur noch 200 Gramm. Besondere Bremsscheiben und Sensoren gehören ebenfalls zum System. Es ist relativ einfach gehalten und steuert die Vorderradbremse. Das ist gerade bei Geradeausfahrten, wenn du heftig bremsen musst, hilfreich. Vor allem aber sind neue Modi dazugekommen. Darunter sind zum einen der Modus Allroad für Trekkingräder und zum andern der Modus Trail für anspruchsvolle Fahrten im Gelände.

Im Flow bleiben

Bosch möchte mit dem neuen ABS für e-Bikes vor allem für mehr Sicherheit, Fahrspaß und Flow sorgen. Der Bremsassistent ist nun klein und unauffällig, damit er sich schön in das Design des jeweiligen e-Bikes einfügen kann.

Vor allem aber geht es darum, mehr Sicherheit zu schaffen, ohne deinen Flow ausbremsen. Oft ist es nämlich so, dass viele Fahrerinnen und Fahrer vorsichtshalber nur mit der Hinterradbremse bremsen. Dank dem ABS kannst du nun beide Bremsen nutzen. Denn das befürchtete Blockieren des Vorderrads wird durch das ABS ja nun verhindert. So wird auch ein Wegrutschen vermieden und du bleibst fest im Sattel und läufst nicht Gefahr, zu stürzen, auch wenn du mal ganz überraschen bremsen musst. Da ist es auch egal, ob du auf Asphalt oder auf Schotter unterwegs bist.

Wichtig ist aber, dass jedes e-Bike anders ist, in unterschiedlichen Situationen und auf verschiedenem Untergrund gefahren wird. Daher muss das Antiblockiersystem entsprechend darauf angepasst sein. Nur so kann es den Bremsvorgang optimal unterstützen.

Beim Vorderrad-ABS überwachen Radrehzahlsensoren die Geschwindigkeit. Droht das Vorderrad zu blockieren, sorgt das ABS für den passenden Bremsdruck, der zu einer besseren Fahrstabilität und Kontrolle führt. Das wirst du vor allem dann merken, wenn du auf rutschigem Untergrund unterwegs bist.

Aber das System ist natürlich nicht nur auf das Vorderrad konzentriert. Die intelligente Hinterrad-Abhebereglung des eBike ABS von Bosch sorgt dafür, dass das Hinterrad nicht abhebt, wenn du vorne stark bremst. So ist es unwahrscheinlicher, dass du dich überschlägst.

Ist das e-Bike mit dem Bosch Kiox 300 Display ausgestattet, kannst du auch Informationen über dein Bremsverhalten einsehen. Hier werden Bremswege und Bremszeiten aufgezeichnet. So kannst du selber nachverfolgen, wie sich unterschiedliche Einflüsse auf etwa den Bremsweg auswirken. So kannst du selbst besser darauf achten und dein eigenes Bremsverhalten optimieren.

e-Bike ABS Bosch

Verschiedene ABS Modi

Das e-Bike ABS von Bosch ist mit vier verschiedenen ABS Modi ausgestattet. Neben dem ABS Cargo und dem ABS Trail sind das ABS Allroad und ABS Trail:

ABS Allroad

Wenn du gerne abseits befestigter Wege unterwegs bist, dann kann ein e-Bike ABS sehr hilfreich für dich sein. Für solche Touren bietet sich beim Bosch e-Bike ABS der ABS Allroad Modus an. Dieser sorgt für eine kraftvolle und natürliche Bremsunterstützung. Gerade wenn du noch nicht so lange mit dem e-Mountainbike unterwegs bist, kann dir dies sehr viel Sicherheit geben.

ABS Trail

Wenn du richtig sportlich unterwegs bist, es gerne schnell und herausfordernd magst, dann solltest du den ABS Trail Modus nutzen. Der bringt dich und dein e-MTB sicher auch durch herausforderndes Terrain, lässt dich deine Performance erhöhen und sorgt für noch mehr Spaß. Es unterstützt dich sicher, auch wenn es mal brenzlig wird. Und wenn du dann doch wieder etwas entspannter unterwegs sein möchtest, kannst du ganz einfach in den ABS Allroad Modus wechseln. Das geht ganz simpel über die eBike Flow App oder das Kiox 300 Display.

Ausgezeichnet

Mit dem eBike ABS hat Bosch eine großen Schritt nach vorne in Sachen e-Bike Sicherheit gemacht. Das neue Antiblockiersystem ist deutlich leichter und lässt sich nun gut in das e-Bike Design einbauen. Es verkürzt den Bremsweg und gibt dir mehr Kontrolle in den Momenten, in denen du abrupt abbremsen musst. So können auch unsicherer oder einfach noch nicht so erprobte Fahrerinnen und Fahrer ein weniger mutiger werden. Das Vertrauen in das e-Bike wird gestärkt und der Fahrspaß damit optimiert – und genau darum soll es ja gehen.

Redaktion

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