Testbericht Raleigh Liverpool Premium

Mit dem eleganten City e-Bike durch die Metropolen NRWs

Share on facebook
Share on linkedin
Share on whatsapp
Share on email

Von Düsseldorf nach Köln, von der rechten Rheinseite auf die linke und zurück – diese und mehr Strecken bewältigte ich während des Tests mit dem Raleigh Liverpool Premium e-Bike. Das schicke City e-Bike und mein eigener Ehrgeiz lockten mich über die Stadtgrenzen hinaus zu fahren. Und so begannen für mich aufregende Testwochen unter nicht gerade idealen Witterungsbedingungen im November und Dezember:

Ride like the British

Die Hafenstadt Liverpool beheimatet nicht nur einen berühmten Fußballverein, sondern ist auch der Namensgeber des Raleigh Liverpool Premium e-Bikes. Der britische Hersteller Raleigh wurde 1887 in Nottingham gegründet und zählt damit zu den ältesten Fahrradmarken der Welt. Nahezu all ihre Modelle benennen sie nach englischen Städten. Den britischen Touch nahm ich sofort beim Design wahr: Elegant, schnörkellos, klassisch – das sind die drei Eigenschaften, die mir sofort in den Kopf kamen, als ich das e-Bike zum ersten Mal sah. Durch die perfekte Integration von Akku und Motor ist das Modell erst auf den zweiten Blick als e-Bike zu entlarven. Besonders gut gefiel mir die harmonische Abstimmung der schwarzen Lackierung mit den cognacfarbenen Reifen, Sattel und Lenkergriffen. Ein echter Blickfang im Stadtverkehr!

Dieses Design wurde ausgezeichnet: Der Focus e-Bike Design & Innovation Award prämierte das Modell mit der Silbermedaille in der Kategorie Urban e-Bike. In meinen Augen absolut verdient!

Komfortabel durch die Innenstadt

Wie es sich für ein City e-Bike gehört, war ich mit dem Raleigh Liverpool Premium hauptsächlich im urbanen Raum unterwegs. Auch wenn meine Heimatstadt Düsseldorf nicht gerade als fahrradfreundlich bezeichnet wird, gelangte ich dank vereinzelten Umweltspuren und Radwegen doch relativ entspannt von A nach B. Da ich den Sitz eines klassischen Hollandrads gewohnt bin, freute ich mich über den tiefen Einstieg und gut gepolsterten Selle Royal Sattel. Auch auf meinen längeren Touren nach Köln saß ich schmerzfrei und komfortabel im Sattel. Lediglich die Primo Griffe von HERMANNS empfand ich auf langen Strecken als unbequem. Bei einem Kauf würde ich diese durch ergonomischere Modelle austauschen. Außerdem habe ich bei Fahrten über besonders unebene Untergründe eine Federung vermisst, da dieses Modell ungefedert ist.

Die Shimano Nabenschaltung empfand ich als sehr leichtgängig und sie wies eine vollkommen zufriedenstellende Übersetzungsbandbreite auf. Bislang war ich ausschließlich Kettenantriebe gefahren. Im Vergleich dazu erschien mir der Riemenantrieb besonders leise und laufruhig zu sein. Neben der einwandfreien Funktionalität ist der geringe Pflegeaufwand nicht zu verachten. Außerdem brauche ich mir so auch keine Sorgen um meine Kleidung zu machen, da der Riemen im Gegensatz zur Kette nicht geschmiert werden muss. Ohne die Kettenschmierung können auch keine hartnäckigen Flecken entstehen.

Klein, aber oho

In meinem Test bin ich das Raleigh Liverpool Premium in der kleinsten Rahmenhöhe – 48 – gefahren. Größer hätte es mit meinen 1,67 Meter Körpergröße auch nicht sein dürfen, aber so ließ es sich perfekt auf mich anpassen. Sowohl der Sattel als auch der Vorderbau ließen sich auf meine Körpermaßen anpassen. Die für ein e-Bike üblichen 25 Kilogramm Gewicht des Modells spürte ich während der Fahrt kaum, lediglich beim Tragen in meine Wohnung machten sich die Kilos bemerkbar. Doch der Transport in den ersten Stock gelang problemlos. Bei höhen Stockwerken hätte zudem die Möglichkeit bestanden, den Akku zu entnehmen und einzeln zu tragen, was zusätzlich Gewicht spart.
Der Akku kann sowohl direkt am e-Bike als auch nach Entnahme geladen werden. Mit seinen 500 Wh Kapazität waren auch längere Strecken problemlos mit einer Ladung möglich. Als ich beispielsweise einmal von Düsseldorf aus nach Köln Worringen hin und zurück gefahren bin – über 40 km Gesamtstrecke – habe ich nicht einmal die Hälfte des Akkus verbraucht. Das war gerade für die niedrigen Temperaturen, bei denen ich im Dezember unterwegs war, beachtlich! Denn bei diesen entlädt sich der Akku bekanntlich schneller.

Sicher im Sattel des Raleigh Liverpool Premium

Gerade bei Fahrten im dichten Stadtverkehr, aber auch auf längeren Touren, ist es für mich essentiell, mich auf dem Bike sicher zu fühlen. Die hydraulischen Scheibenbremsen von Shimano leisteten dabei einen wichtigen Beitrag. Sie reagierten so schnell, dass ich mich erst einmal daran gewöhnen musste. Von meinem alten Hollandrad war ich gewohnt, frühzeitig und stark zu bremsen, um rechtzeitig zum Stillstand zu kommen. Das ist bei dieser Bremsanlage gar nicht der Fall. Als mir in Düsseldorf ein Auto die Vorfahrt nahm, kam ich augenblicklich zum Stillstand ohne ernsthaft in Gefahr zu geraten. Ein echter Mehrwert in der Innenstadt, wo man als Radfahrer leider doch oft das Nachsehen hat.
Die breiten Fat Frank Reifen von Schwalbe bestachen nicht nur mit ihrer Optik, sondern auch mit einem besonders angenehmen und laufruhigen Fahrgefühl.

Die technische Ausstattung

Zur besseren Sichtbarkeit in den dunklen Wintermonaten, in denen ich das e-Bike getestet habe, sorgte zudem die Beleuchtungsanlage. Das Frontlicht Supernova E3 leuchtete schön hell und weit, sodass ich nie vom richtigen Weg abkam. Das Rücklicht ist in den Gepäckträger integriert.
Ebenso wie die Unterstützungsstufen lässt sich das Licht intuitiv über das Bosch Purion Display einstellen. Ich bin kein Freund von Gebrauchsanweisungen und klicke mich lieber durch die Funktionen bis ich auf die richtige stoße, was aufgrund der einfachen Bedienung gar kein Problem war. Bei meinen Ausflügen nach Köln war ich hauptsächlich im Tourenmodus unterwegs, in der Stadt bevorzugte ich den Eco Modus. Der Bosch Performance Line 3.0 Motor bot mir mit seinen 65 Nm die ideale Unterstützung im Stop-und-Go Verkehr. Um den Spaßfaktor zu erhöhen, habe ich natürlich auch den Turbomodus ausgetestet. Spätestens da merkte ich die bis zu 300 Prozent starke Tretkraftunterstützung deutlich. Fahren mit elektrischem Rückenwind!

Fazit

Insgesamt bin ich in meinem Test mit dem Raleigh Liverpool Premium über 100 Kilometer auf unterschiedlichsten Untergründen gefahren. Ich hatte zu jeder Zeit volle Kontrolle über das e-Bike, konnte es einfach handeln und es intuitiv bedienen.

Für mich ein echt toller Alltagsgefährte, mit dem man nicht nur auf der KÖ eine gute Figur macht!
Nur für die in meinen Augen – beziehungsweise Händen – unbequemen Griffe würde ich ein Pünktchen abziehen, doch die lassen sich ja zum Glück einfach austauschen.

Britt

Britt

...ist immer den neuesten Trends der e-Bike Welt auf der Spur.
Scroll to Top