Auf den Hund gekommen - e-motion e-Bike Experten

Auf den Hund gekommen

Sicher unterwegs mit Lastenrad und Hund

Voraussichtliche Lesedauer: 7 Minuten

Als vierbeiniges Familienmitglied darf dein Hund natürlich nicht ständig zuhause bleiben, sondern soll bei Unternehmungen dabei sein. Aber wie transportiert man ihn ohne Auto am besten von A nach B? Ein Fahrradkorb ist nicht immer bequem und für viele Hunde sowieso zu klein. Eine ideale Transportalternative für den Hund ist natürlich das Lastenrad. Dieses bietet eine geräumige Box und lässt dich neben deinem Hund oft noch andere Dinge transportieren. Zudem kann sich auf dem Lastenrad nicht nur dein Hund während der Fahrt den Wind um die Nase wehen lassen, sondern auch du. So hältst du dich ganz nebenbei fit, bist umweltfreundlich unterwegs und kannst auch längere Touren mit deinem Vierbeiner unternehmen.

Doch was musst du beim Lastenrad fahren mit Hund beachten? Das erfährst du hier:

Worauf muss ich achten?

Hunde sind ziemlich unterschiedlich und so auch die Anforderungen an ein Lastenrad für den Hundetransport. Aber ganz sicher findest du für jeden Hund – ob groß oder klein – das richtige Modell. Die Auswahl an Lastenrädern ist inzwischen groß und du hast eher die Qual der Wahl: Die Größe der Transportbox, die Anzahl der Räder, die Rahmengröße, die Art der Bremsen, die Farbe – all das kann variieren. Und dann stellt sich natürlich noch die Frage, ob mit oder ohne Elektroantrieb?

Generell lässt sich sagen, dass die Transportbox immer eine gute Option ist, da sie geräumiger und komfortabler für den Hund ist. So wird er sicher gerne mit dir durch die Gegend radeln. Bei einem kleinen Hund bietet es sich an, ein Lasterad zu wählen, bei dem sie auf der Sitzbank sitzen können. So haben sie die Möglichkeit, während der Fahrt über den Rand der Box zu schauen. Die ist in der Regel so hoch, dass ein zusätzliches Gitter nicht nötig ist.

Wichtig ist auch, gerade für einen großen Hund, dass das Lastenrad mit einer Tür oder einer Rampe ausgestattet ist, mit deren Hilfe sie selbstständig ein- und aussteigen können. So musst du deinen Hund nicht in die Box hinein- und wieder hinausheben, was gerade bei großen und schweren Hunden nicht immer einfach ist.

Ein großer Vorteil gegenüber einem Fahrradanhänger für Hunde ist, dass du ihn auf einem Lastenrad immer im Blick hast und siehst, was er macht und ob er sich wohlfühlt.

Classic mit Hund

Sicher auf den Straßen

Denn an erster Stelle steht natürlich immer die Sicherheit und das Wohlbefinden deines Hundes. Gerade im Straßenverkehr gibt es einige Risikoquellen, die du deinem Vierbeiner nicht aussetzen möchtest. Denn nicht jeder Hund kann einfach neben dem Fahrrad herlaufen. Die richtige Umsetzung bedarf viel Training und Kontrolle. Bei nicht ordnungsgemäßer Durchführung kann das nicht nur für den Hund gefährlich werden, sondern natürlich auch für den Fahrer oder die Fahrerin. Im schlimmsten Fall werden sogar andere Verkehrsteilnehmer involviert. Ein kleiner Hund wird ohnehin Probleme haben, dauerhaft neben dem Fahrrad mitzuhalten. ein großer Hund kann schonmal schnell dafür sorgen, dass du den Lenker verziehst.

Paragraph 28 der Straßenverkehrsordnung besagt, dass Tiere und hier ganz besonders Hunde, nicht von Kraftfahrzeugen geführt werden dürfen. Aber: Eine Ausnahme besteht, wenn du in den Straßenverkehr einwirken kannst, um Situationen zu entschärfen. Ob ein Hund also für den Straßenverkehr geeignet ist, kommt auch auf deine Einschätzung an. Du kennst deinen Vierbeiner schließlich am Besten.

Wichtig ist aber auch auf dem Lastenrad, dass dein Hund angeschnallt wird. Denn schon bei einer Geschwindigkeit von 25 Kilometer pro Stunde werden unglaubliche Kräfte freigesetzt, wenn du abrupt abbremsen musst oder einen Unfall baust. Wichtig dabei: Befestige den Gurt an einem Geschirr, nicht an einem Halsband!

Shorty mit Hund

Die Qual der Wahl

Zweispurige Lastenräder sind besonders beliebt für den Kindertransport. Auch mit deinem Hund kannst du damit viel Spaß haben. Viele dieser Lastenrad-Modelle können bis zu 150 Kilogramm Last tragen – mehr als genug, um nicht nur deinen Hund zu transportieren, sondern eventuell eben auch noch Kind und Kegel. Vor dem Umkippen brauchst du dir bei einem solchen Modell eher keine Sorgen machen. Gerade die Standfestigkeit ist natürlich für dich als Fahrer ein großer Vorteil. So kannst du dich im Straßenverkehr konzentrieren und bist nicht damit beschäftigt, dein Lastenrad in der Balance zu halten. Mit einem zweispurigen Lastenrad für den Hund bist du dafür deutlich weniger wendig und etwas langsamer unterwegs. Auch an die Lenkung musst du dich erst einmal gewöhnen – aber das hast du schnell raus.

Vor allem auf ebenen und asphaltierten Strecken bist du mit einem zweispurigen Lastenrad sehr gut bedient. Zudem ist die Standfestigkeit auch für das Ein- und Aussteigen deines Hundes ein großer Vorteil.

Aber auch einspurige Lastenräder haben ihre Vorteile. Sie sind vor allem deutlich wendiger und schneller. Damit geht natürlich auch ein etwas höheres Sicherheitsrisiko einher. Nimmst du einen Hund auf einem einspurigen Lastenrad mit, sollte er langsam an das Fahren in der Box gewöhnt werden. Denn gerade die Kurven haben es in sich, da du dich mit einem einspurigen Lastenrad genauso in die Kurven legst wie mit einem normalen Bike ohne Box. Der Hund muss die Gewichtsverlagerung also erst einmal üben.

Da bei einem einspurigen Modell die Transportbox jedoch häufig eher etwas flacher und offener gestaltet sind, ist es hier für den Hundetransport wahrscheinlich nötig, ein Verdeck oder ein Gitter anzubringen. So kann der Hund nicht hinausspringen.

Mit Motor noch komfortabler

Am einfachsten ist es natürlich, wenn du dich für ein Lasten e-Bike entscheidest. Denn je nach Größe deines Hundes kann es doch sehr anstrengend werden, deinen Hund von A nach B zu bringen. Lasten e-Bikes sind mit einem Motor ausgestattet, der dich bis zu einer Geschwindigkeit von bis zu 25 Kilometern pro Stunde unterstützt. Wenn du dein Lastenfahrrad mal schieben musst, steht dir in der e-Bike Variante oft auch eine Schiebehilfe zur Verfügung, die eine enorme Erleichterung darstellt. Auch das Anfahren am Berg, was mit Hund und eventuell Gepäck echt eine Herausforderung sein kann, ist hiermit kein Problem mehr.

Ein Lastenrad ist eine tolle Option für den Transport deines Vierbeiners. Welches Modell für dich und deinen Hund am besten geeignet ist, findest du heraus, indem du dich von einem Experten beraten lässt – und dich dann selbst einmal in den Sattel schwingst!

Redaktion

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