Das Hercules Pasero SUV I-10 im Test

So viel SUV steckt in dem innovativen e-Bike Modell

Share on facebook
Share on linkedin
Share on whatsapp
Share on email

Voraussichtliche Lesedauer: 10 Minuten

Bereits vor einigen Jahren begann im Automobilbereich der Siegeszug der sogenannten SUVs (Sport Utility Vehicles). Doch auch in der Zweirad und besonders der e-Bike Welt ist diese Begrifflichkeit inzwischen in aller Munde. SUV e-Bikes, auch als Crossover oder All-Terrain e-Bikes bezeichnet, sind heiß begehrt, da sie ähnlich wie ihre automobilen Vorbilder sehr robust und trotzdem agil daherkommen und zudem ein umfangreiches Einsatzgebiet versprechen.

In den letzten sechs Wochen konnte ich mir im Test von einem dieser Allround-Wunder, dem Hercules Pasero SUV I-10, ein genaues Bild machen. Ein kleines Fazit schon vorab: Das vielseitige SUV e-Bike beeindruckt nicht nur mit seiner bulligen und leicht aggressiven Optik. Auch unterwegs überzeugt das e-Bike sowohl im Alltagsgebrauch als auch auf längeren und sportlichen Touren. Wenn du auf der Suche nach einem robusten und multifunktionalen e-Bike bist, welches aber auch auf nicht asphaltierten Wegen und der Waldautobahn eine gute Figur macht, dann solltest du das Pasero SUV in jedem Fall in deine engere Auswahl aufnehmen. Auch das Preis-Leistungsverhältnis ist aufgrund der verbauten hochwertigen Komponenten fair und angemessen.

Warum das Fahrzeug für mich eine sehr gute Symbiose verschiedener e-Bike Typen ist und mir dank des bärenstarken Brose Drive S-Mag Motors sehr viel Spaß bereitet hat, erfährst du in folgendem Erfahrungsbericht.

Die Optik: So geht SUV-Design beim e-Bike


Wenn ich mir ein e-Bike malen könnte, was meiner Vorstellung des SUV Charakters entspricht, dann sähe es wohl fast so aus wie das Hercules Pasero SUV I-10. Vorne gleicht es einem soliden Mountainbike: Breiter Lenker und eine 120 mm Federgabel. Hinten ist es ein Trekking e-Bike mit einem praktischen und vielseitig nutzbaren Gepäckträger. Mein Testrad war mit einem Diamantrahmen ausgestattet, jedoch ist die SUV-Variante des Paseros auch als Tiefeinsteiger erhältlich.

Die Machart des Rahmens unterstreicht den SUV-Anspruch des Bikes. Sowohl Ober- als auch Unterrohr warten mit markanten Kanten und Konturen auf. Diese schaffen eine edle, aber auch gefährlich anmutende Optik. Fast so wie man es von vielen Pkw-SUVs kennt. Durch den im Unterrohr integrierten Akku wirkt das Bike auf den ersten Blick Recht massiv, doch beim genaueren Betrachten trägt auch dieses Detail zu einem stimmigen Gesamtbild bei.

Das Farbschema ist das i-Tüpfelchen auf einem bereits sehr gut umgesetzten Designkonzept. Der von Hercules als “anthracite matt” bezeichnete Grauton des Rahmens passt wie die berühmte Faust aufs Auge. Er verleiht dem Fahrzeug in Kombination mit den schwarzen Elementen – wie Sattel, Gabel, Schutzbleche und Gepäckträger – seinen gelungenen und absolut passenden SUV-Charakter. Dass das Pasero ein echter Hingucker ist, bewiesen auch die vielen neugierigen Blicke. Diese erhielt ich beispielsweise, als ich das Hercules Pasero im Test für ein kleines Fotoshooting bei einem malerischen Sonnenuntergang direkt an einem beliebten Weg für Spaziergänger und Radfahrer positionierte. Meine bis dato erlangten Erfahrungen mit dem e-Bike konnte ich somit auch direkt in einigen interessierten Gesprächen weitergeben.

Der Motor und der Akku: Ordentlich Power gepaart mit viel Ausdauer


Optik ist bekanntlich nicht alles und so gilt der nächste Blick dem Herzstück des e-Bikes: Motor und Akku. Bei einem SUV e-Bike werden in der Regel besonders leistungsstarke Motoren und große Akkus verwendet. SUV-Fahrer haben den Anspruch auf eine gewisse Sportlichkeit und so kommt auch beim Pasero SUV mit dem Brose Drive S Mag ein starker Motor zum Einsatz. Dieser treibt auch viele e-Mountainbikes an.

Der Motor gibt ordentlich Schub! Insbesondere im Turbo-Modus macht sich die enorme Kraft bemerkbar und zauberte mir jedes Mal ein Lächeln ins Gesicht. Der mit 2,9 kg relativ leichte Drive S Mag trumpft mit einem maximalen Drehmoment von 90 Nm auf, der eine Tretkraftunterstützung von bis zu 410 Prozent liefert. Der Motor läuft insgesamt sehr ruhig und leise und ist auch auf steilen Anstiegen ein zuverlässiger Partner. Insbesondere beim Anfahren merkte ich die ganze Kraft des Antriebs. Doch auch der Übergang in die nicht unterstützen Geschwindigkeiten jenseits der 25 km/h ist sehr gut gelungen.

Frontaufnahme des Hercules Pasero SUV

Damit trotz des kraftvollen Motors unterwegs nicht die Unterstützung versagt, setzt Hercules auf den im Unterrohr integrierten BMZ Supercore Akku mit 750 Wh. Das Pasero SUV ist somit auch für längere Touren bestens gerüstet und muss im Alltagsgebrauch auf kürzeren Strecken nur selten an die Steckdose.

Mit dem Hercules Pasero SUV I-10 im Test durchs Rheinland


Eine Fahrt, in der ich die volle Power und Ausdauer des Akkus erleben konnte, blieb mir besonders in Erinnerung. In einer insgesamt über sechsstündigen Fahrt ging es fast 100 km durchs Rheinland. Ich hatte vor Fahrtantritt bei der Festlegung meiner Route ein wenig Sorge, ob der Akku durchhalten würde. Doch insbesondere im Touren- und Eco-Modus geht dem Bike nicht die Puste aus und es verspricht auch auf längeren Touren ein sicheres Ankommen.

Bei besagter Tour wollte ich das Hercules Pasero SUV im Test auch etwas an seine Grenzen bringen, um somit die tatsächlichen Einsatzgebiete gut abstecken zu können. Deswegen verließ ich den asphaltierten Radweg, um in einem für Mountainbiker bekannten Waldstück einige leichte bis mittelschwere Trails zu absolvieren. So konnte ich das Hercules Pasero auf seine Offroad-Tauglichkeit überprüfen. Selbst wenn das Pasero SUV für dauerhafte Fahrten auf solchen Strecken nicht geschaffen wurde, machte es auch dort eine gute Figur. Erst in wirklich eher nur für Mountainbikes befahrbaren Strecken kam das SUV e-Bike an seine Grenzen.

Die weitere Ausstattung: Komfort und Sicherheit an erster Stelle


Neben einem starken Motor und ausdauerndem Akku wurde auch in Sachen Komfort am Hercules Pasero SUV I-10 nicht gespart. Der Selle Royal Vivo Ergo Sattel ist auch auf längeren Strecken und gar im unwegsamen Gelände, wo mit einigen Erschütterungen zu rechnen ist, sehr bequem. Zudem schonen die ergonomischen Griffe die Handgelenke und sorgen so für eine angenehme Fahrt. Auf unbefestigten Wegen hilft der breite Lenker. Dieser erinnert eher an ein Mountainbike und lässt mich das Bike punktgenau lenken und steuern. Auch die breiten und stoßdämpfenden Schwalbe G-One Allround Performance Reifen garantieren einen guten Kontakt zum befahrenen Untergrund. Sie bewegen das Rad sehr sicher nach vorne.

Ein weiteres Lob gebührt dem zum Einsatz kommenden Shimano Deore Schaltwerk RD-M5120. Dieses wird durch einen Shimano Deore – Rapidfire Plus Schalthebel gesteuert. Insbesondere bei meinen Fahrten im Wald ermöglichte mir der Schalthebel einen schnellen Zugang und eine einfache Bedienung. So konnte ich ich die Schaltung hoch wie runter und insbesondere bei plötzlichen Anstiegen reibungslos kontrollieren.

Anders als ein bekanntes Sprichwort vielleicht zu sagen vermag, verliert man beim Bremsen mit dem Pasero SUV keinesfalls. Dank der hydraulischen Scheibenbremsen von Shimano gepaart mit einem 4-Kolben-Bremssystem kam ich beim Bremsvorgang jederzeit schnell und sicher zum Stehen. Als gerne mal rasanter Fahrer ist ein perfekt funktionierendes Bremssystem für mich essentiell. Auf dem Pasero SUV fühlte ich mich deswegen bei jedem kleinen und großen Bremsvorgang sehr sicher aufgehoben.

Alles fest im Blick behalten


Besonders im Gedächtnis blieb mir bei meinen zahlreichen Ausfahrten in den letzten sechs Wochen, die teils bis in die Abendstunden andauerten, die helle LED-Beleuchtung. Diese macht die Nacht sozusagen zum Tag und sorgt auch in finsterer Umgebung für eine allzeit sichere Fahrt, da man selbst weit genug sehen kann und ebenfalls gut gesehen wird.

Apropos Sehen und Gesehen werden: Wirklich positiv hervorzuheben ist das im Vertikalwinkel verstellbare Display, welches alle notwendigen Fahrzeugdaten übersichtlich darstellt. Auch hier erkennt man durchaus wieder Parallelen zu den SUVs im Automobilbereich, bei denen inzwischen nahezu jedes Modell mit einem riesigen Display im Interior auftrumpft. Auch das beim Pasero eingesetzte Typology TFT Center Display besitzt eine relativ große Anzeige. Alle relevanten Informationen für den Fahrer sind somit klar ablesbar und hervorragend an das eigene Sichtfeld anpassbar.

Neben all den Vorzügen möchte ich aber auch noch ein paar wenige Dinge erwähnen, die ich mir bei meinem getesteten e-Bike noch gewünscht hätte. Dies betrifft zunächst die Auswahltasten für die Bedienung des Motors. Meiner Meinung nach sind diese ein wenig klein geraten, insbesondere die orangene Taste zum An- und Ausschalten des Antriebssystems. Insbesondere für Personen wie mich, die öfters mit Rückenschmerzen zu kämpfen haben, wäre zudem eine gefederte Sattelstütze noch eine tolle Sache gewesen. Diese ist aber zum Glück ja nachrüstbar.

Das Pasero ist auch für längere Touren geeignet. Jedoch muss man sich als Fahrer bei länger andauernden Fahrten an die im Vergleich zum gewöhnlichen Trekking e-Bike sportlichere Sitzposition gewöhnen. Für mich, der ohnehin vorzugsweise auf e-Mountainbikes unterwegs ist, stellte dies demnach kein Problem dar, sollte jedoch nicht unerwähnt bleiben.

Mein Fazit: Gesucht, gefunden – ein SUV e-Bike, das hält was es verspricht


Mit dem Pasero SUV I-10 bedient Hercules auf sehr gelungene Weise die immer größer werdende Zielgruppe der SUV e-Bike Fahrer, die sowohl im Alltag als auch auf Touren mit ordentlicher Power und Energie unterwegs sein möchten, dabei jedoch auch nicht den Weg abseits der üblichen befestigten Strecken scheuen müssen. Insbesondere die Optik dürfte viele e-Bike Fahrer ansprechen und den Anspruch an ein SUV e-Bike nahezu perfekt treffen.

Ein Highlight ist zweifelsohne auch der Antrieb. Der Brose Motor ist ein wahres Kraftwunder und verbreitet im Hercules Pasero Test ordentlich Spaß, der dank des ausdauernden Akkus auch nicht zu kurz kommt. Meine Erwartungen an ein SUV e-Bike hat das Gefährt vollends erfüllt. Der knapp 25 kg schwere mattgraue Hingucker dürfte unter e-Bike Fans viele Freunde und Anhänger finden, zumal das Bike mit seinen 135 kg zulässigem Gesamtgewicht (Fahrer-, Fahrzeug und Gepäckgewicht) auch von den etwas schwereren Kalibern problemlos gefahren werden kann. Ich möchte das Pasero SUV I-10 eigentlich nicht mehr missen und kann jedem, der ein e-Bike für (fast) alle Fälle sucht, dieses SUV wärmstens empfehlen.

Sebastian

Sebastian

... ist am liebsten abseits asphaltierter Wege mit seinem e-MTB unterwegs.

Hercules
Pasero Sport I-10

Trekking e-Bike
25 km/h
  • MotorBrose Drive S Mag 36V 250W
  • Akku750 Wh
  • BremsanlageShimano MT200, hydraulic disc, v: 180 mm/h: 180 mm
  • SchaltungShimano Deore RD-M5120, 10-Gang Kettenschaltung
Technische Details
  • Motor: Brose Drive S Mag 36V 250W
  • Akku: 750 Wh
  • Display: Typology TFT Center Display, mit Remote Controller
  • Schaltungstyp: Kettenschaltung
  • Schaltwerk: Shimano Deore RD-M5120, 10-Gang
  • Rahmen: Trekking Sport, Supercore, tapered, 6061 Aluminium
  • Gabel: SR Suntour NEX-E25 HLO, 63 mm Federweg, einstellbar, Lockout
  • Bremsen: Shimano MT200, hydraulic disc, v: 180 mm/h: 180 mm
  • Reifen: SUPERO Optima Safe, 47-622, C-3031
  • Farben: schwarz-matt

Hercules
Pasero Comp I-F5

Trekking e-Bike
25 km/h
  • MotorBrose Drive S Mag 36V 250W
  • Akku750 Wh
  • BremsanlageShimano MT410, hydraulic disc, v: 180 mm/h: 180 mm
  • SchaltungShimano Nexus, 5-Gang Nabenschaltung
Technische Details
  • Motor: Brose Drive S Mag 36V 250W
  • Akku: 750 Wh
  • Display: Typology TFT Center Display, mit Remote Controller
  • Schaltungstyp: Nabenschaltung
  • Schaltwerk: Shimano Nexus, 5-Gang
  • Rahmen: Trekking Sport, Supercore, tapered, 6061 Aluminium
  • Gabel: SR Suntour NCX-D, 63 mm Federweg, luftgefedert, Lockout
  • Bremsen: Shimano MT410, hydraulic disc, v: 180 mm/h: 180 mm
  • Reifen: SUPERO Optima Safe, 47-622, C-3031
  • Farben: schwarz-chrom-matt / weiss-glänzend

Hercules
Pasero Comp I-12

Trekking e-Bike
25 km/h
  • MotorBrose Drive S Mag 36V 250W
  • Akku750 Wh
  • BremsanlageShimano MT410, hydraulic disc, v: 180 mm/h: 180 mm
  • SchaltungShimano Deore RD-M6100, 12-Gang Kettenschaltung
Technische Details
  • Motor: Brose Drive S Mag 36V 250W
  • Akku: 750 Wh
  • Display: Typology TFT Center Display, mit Remote Controller
  • Schaltungstyp: Kettenschaltung
  • Schaltwerk: Shimano Deore RD-M6100, 12-Gang
  • Rahmen: Trekking Sport, Supercore, tapered, 6061 Aluminium
  • Gabel: SR Suntour NCX-D, 63 mm Federweg, luftgefedert, Lockout
  • Bremsen: Shimano MT410, hydraulic disc, v: 180 mm/h: 180 mm
  • Reifen: SUPERO Optima Safe, 47-622, C-3031
  • Farben: schwarz-chrom-matt / weiss-glänzend

Hercules
Pasero SUV I-10

Trekking e-Bike
25 km/h
  • MotorBrose Drive S Mag 36V 250W
  • Akku750 Wh
  • BremsanlageShimano MT420, hydraulic disc, v: 203 mm/h: 180 mm
  • SchaltungShimano Deore RD-M5120, 10-Gang Kettenschaltung
Technische Details
  • Motor: Brose Drive S Mag 36V 250W
  • Akku: 750 Wh
  • Display: Typology TFT Center Display, mit Remote Controller
  • Schaltungstyp: Kettenschaltung
  • Schaltwerk: Shimano Deore RD-M5120, 10-Gang
  • Rahmen: SUV Sport, Supercore, tapered, 6061 Aluminium
  • Gabel: SR Suntour Lytro 35 Supreme, 120 mm, luftgefedert, Lockout
  • Bremsen: Shimano MT420, hydraulic disc, v: 203 mm/h: 180 mm
  • Reifen: Schwalbe G-One Allround Performance, 57-584
  • Farben: anthrazit-matt

Hercules
Pasero Pro I-12

Trekking e-Bike
25 km/h
  • MotorBrose Drive S Mag 36V 250W
  • Akku750 Wh
  • BremsanlageShimano MT420, hydraulic disc, v: 180 mm/h: 180 mm
  • SchaltungShimano Deore XT RD-M8100, 12-Gang Kettenschaltung
Technische Details
  • Motor: Brose Drive S Mag 36V 250W
  • Akku: 750 Wh
  • Display: Typology TFT Center Display, mit Remote Controller
  • Schaltungstyp: Kettenschaltung
  • Schaltwerk: Shimano Deore XT RD-M8100, 12-Gang
  • Rahmen: Trekking Sport, Supercore, tapered, 6061 Aluminium
  • Gabel: SR Suntour NCX-D, 63 mm Federweg, luftgefedert, Lockout
  • Bremsen: Shimano MT420, hydraulic disc, v: 180 mm/h: 180 mm
  • Reifen: Schwalbe Marathon Almotion, 50-622, RaceGuard
  • Farben: schwarz-matt
Scroll to Top